210. Was ereignete sich am 17. Juni 1953 in der DDR?
Antwortmöglichkeiten
Richtige Antwort
landesweite Streiks und ein Volksaufstand
Erläuterung
Am 17. Juni 1953 erfassten Streiks und Demonstrationen gegen Normenerhöhungen und die SED-Herrschaft mehr als 700 Orte der DDR; der Aufstand wurde von sowjetischen Truppen unter Verhängung des Kriegsrechts blutig niedergeschlagen. Historisch markiert er die früheste massenhafte Artikulation des Willens zu freien Wahlen, Rechtsstaatlichkeit und nationaler Selbstbestimmung im geteilten Deutschland. In der Bundesrepublik wurde der 17. Juni seit 1954 als „Tag der deutschen Einheit“ begangen und in der Präambel des Grundgesetzes mit dem Auftrag zur Herstellung der Einheit in Freiheit verknüpft; heute lebt diese Erinnerung im 3. Oktober fort. Verfassungsrechtlich unterstreicht das Datum den Gegensatz zwischen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes (Art. 1, 20 GG) und der SED-Diktatur.
Amtliche Quellen
Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.