164. Was passierte am 9. November 1938 in Deutschland?

Antwortmöglichkeiten

  1. Mit dem Angriff auf Polen beginnt der Zweite Weltkrieg.
  2. Die Nationalsozialisten verlieren eine Wahl und lösen den Reichstag auf.
  3. Jüdische Geschäfte und Synagogen werden durch Nationalsozialisten und ihre Anhänger zerstört.
  4. Hitler wird Reichspräsident und lässt alle Parteien verbieten.

Richtige Antwort

Jüdische Geschäfte und Synagogen werden durch Nationalsozialisten und ihre Anhänger zerstört.

Erläuterung

Am 9. November 1938 fanden die Novemberpogrome („Reichspogromnacht“/„Kristallnacht“) statt: ein staatlich inszenierter und koordinierter Angriff von NSDAP, SA, SS und ihren Anhängern auf jüdische Geschäfte, Synagogen und Personen; rund 30.000 jüdische Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt. Der Pogrom markiert die Eskalation von der gesetzlich sanktionierten Diskriminierung (Nürnberger Gesetze) zur offenen, systematischen Gewalt und war Ausdruck des bereits zerstörten Rechtsstaats. Das Grundgesetz reagiert hierauf mit dem Primat der Menschenwürde (Art. 1), dem Diskriminierungsverbot (Art. 3 Abs. 3), der Religionsfreiheit (Art. 4) und der streitbaren Demokratie, flankiert durch Strafnormen wie § 130 StGB.

Amtliche Quellen

Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.