296. In Deutschland nennt man die letzten vier Wochen vor Weihnachten …

Antwortmöglichkeiten

  1. den Buß- und Bettag.
  2. das Erntedankfest.
  3. die Adventszeit.
  4. Allerheiligen.

Richtige Antwort

die Adventszeit.

Erläuterung

Die Adventszeit bezeichnet im liturgischen Kalender die vier Sonntage vor dem 25. Dezember und prägt in Deutschland zahlreiche Bräuche (Adventskranz, Adventskalender, Weihnachtsmärkte), ohne selbst staatlicher Feiertag zu sein. Verfassungsrechtlich schützt Art. 4 GG die Religionsfreiheit, während Art. 140 GG i.V.m. Art. 139 WRV Sonn- und Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und seelischen Erhebung gewährleistet; die Festlegung konkreter staatlicher Feiertage ist primär Kompetenz der Länder. Daraus erklärt sich die historische und föderale Vielfalt: Der Buß- und Bettag ist seit 1995 nur noch in Sachsen arbeitsfrei; Allerheiligen ist in mehreren (überwiegend katholisch geprägten) Ländern arbeitsfrei; das Erntedankfest ist kirchlich, aber kein staatlicher Feiertag.

Amtliche Quellen

Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.