171. Soziale Marktwirtschaft bedeutet, die Wirtschaft …

Antwortmöglichkeiten

  1. steuert sich allein nach Angebot und Nachfrage.
  2. wird vom Staat geplant und gesteuert, Angebot und Nachfrage werden nicht berücksichtigt.
  3. richtet sich nach der Nachfrage im Ausland.
  4. richtet sich nach Angebot und Nachfrage, aber der Staat sorgt für einen sozialen Ausgleich.

Richtige Antwort

richtet sich nach Angebot und Nachfrage, aber der Staat sorgt für einen sozialen Ausgleich.

Erläuterung

Die Soziale Marktwirtschaft ist ein ordoliberales Konzept, geprägt u. a. von Walter Eucken und Alfred Müller‑Armack und politisch von Ludwig Erhard umgesetzt. Sie verbindet die Wettbewerbsordnung einer durch Eigentums- (Art. 14 GG) und Berufsfreiheit (Art. 12 GG) geschützten Marktwirtschaft mit dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1, Art. 28 Abs. 1 GG): Der Staat setzt eine rechtsstaatliche Rahmenordnung (Kartellrecht, unabhängige Aufsicht) und sorgt über Sozialversicherung, Steuern und Mitbestimmung für sozialen Ausgleich. Das Grundgesetz schreibt kein bestimmtes Wirtschaftsmodell vor, ist hierfür offen und steht in deutlicher Spannung zu zentraler Planwirtschaft.

Amtliche Quellen

Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.