196. Warum nennt man die Zeit im Herbst 1989 in der DDR „Die Wende“? In dieser Zeit veränderte sich die DDR politisch …

Antwortmöglichkeiten

  1. von einer Diktatur zur Demokratie.
  2. von einer liberalen Marktwirtschaft zum Sozialismus.
  3. von einer Monarchie zur Sozialdemokratie.
  4. von einem religiösen Staat zu einem kommunistischen Staat.

Richtige Antwort

von einer Diktatur zur Demokratie.

Erläuterung

„Die Wende“ bezeichnet den politischen Systemumbruch in der DDR im Herbst 1989, ausgelöst durch die Friedliche Revolution, Massenproteste, Ausreisewellen und den Fall der Berliner Mauer am 9. November. Sie beendete die Einparteienherrschaft der SED und leitete den Übergang zu pluralistischer Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, freien, gleichen und geheimen Wahlen sowie wiederhergestellten Grundrechten ein; institutionell sichtbar u. a. im Zentralen Runden Tisch und den ersten freien Volkskammerwahlen am 18. März 1990. Die DDR war zuvor eine zentral gelenkte Planwirtschaft, keine liberale Marktwirtschaft; ebenso war sie weder Monarchie noch religiöser Staat, weshalb die anderen Optionen historisch unzutreffend sind. Verfassungsrechtlich mündete der Prozess in den Beitritt der DDR nach Art. 23 a. F. GG am 3. Oktober 1990.

Amtliche Quellen

Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.