298. In der DDR lebten vor allem Migranten aus …
Antwortmöglichkeiten
Richtige Antwort
Vietnam, Polen, Mosambik.
Erläuterung
Die DDR verstand Zuwanderung nicht als Einwanderung im liberalen Sinn, sondern als staatlich gesteuerte „Vertragsarbeit“ auf Basis bilateraler Abkommen mit befreundeten sozialistischen Staaten, insbesondere Vietnam (Abkommen 1980) und Mosambik (1979). Polnische Staatsangehörige kamen zudem in spürbarer Zahl zum Arbeiten und Studieren, begünstigt durch Nähe, RGW-Verflechtungen und den Warschauer Pakt. Diese Migration war strikt reguliert (wohnheimsgebunden, kein Familiennachzug, keine Einbürgerungsperspektive) und ausdrücklich temporär im Rahmen der Planwirtschaft. Nach der Wiedervereinigung mussten aufenthaltsrechtliche Lösungen für ehemalige Vertragsarbeiter gefunden werden, was in spätere Bleiberechtsregelungen und das heutige Aufenthaltsgesetz einfloss.
Amtliche Quellen
Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.