5. Wahlen in Deutschland sind frei. Was bedeutet das?

Antwortmöglichkeiten

  1. Man darf Geld annehmen, wenn man dafür einen bestimmten Kandidaten / eine bestimmte Kandidatin wählt.
  2. Der Wähler darf bei der Wahl weder beeinflusst noch zu einer bestimmten Stimmabgabe gezwungen werden und keine Nachteile durch die Wahl haben.
  3. Nur Personen, die noch nie im Gefängnis waren, dürfen wählen.
  4. Alle wahlberechtigten Personen müssen wählen.

Richtige Antwort

Der Wähler darf bei der Wahl weder beeinflusst noch zu einer bestimmten Stimmabgabe gezwungen werden und keine Nachteile durch die Wahl haben.

Erläuterung

Der Grundsatz der freien Wahl (Art. 38 Abs. 1 S. 1 GG; Art. 28 Abs. 1 GG) garantiert, dass der Wähler seinen Willen ohne Zwang, Einschüchterung oder unzulässige Beeinflussung bildet und betätigt; Wählernötigung und -bestechung sind Straftaten (§§ 107 ff., 108b StGB). Die Wahlfreiheit umfasst auch die Freiheit, nicht zu wählen; eine Wahlpflicht besteht im Bundesrecht nicht. Das Wahlgeheimnis fungiert als institutionelle Absicherung der Wahlfreiheit, weil es sozialen oder dienstlichen Druck verhindert. Eine Inhaftierung führt grundsätzlich nicht zum Verlust des Wahlrechts; Ausschlüsse sind nur ausnahmsweise durch richterliche Entscheidung möglich (z. B. § 45 StGB; § 13 BWahlG).

Amtliche Quellen

Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.