50. Die Wirtschaftsform in Deutschland nennt man …

Antwortmöglichkeiten

  1. freie Zentralwirtschaft.
  2. soziale Marktwirtschaft.
  3. gelenkte Zentralwirtschaft.
  4. Planwirtschaft.

Richtige Antwort

soziale Marktwirtschaft.

Erläuterung

Mit „sozialer Marktwirtschaft“ wird die in der Bundesrepublik praktizierte Wirtschaftsordnung bezeichnet, die ordoliberale Wettbewerbsfreiheit mit dem verfassungsrechtlichen Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1, Art. 28 Abs. 1 GG) verbindet. Sie ist nicht als Modellbegriff im Grundgesetz festgeschrieben, ergibt sich aber aus Grundrechten wie Berufsfreiheit (Art. 12 GG) und Eigentum mit Sozialbindung (Art. 14 Abs. 2 GG) sowie aus Institutionen wie Tarifautonomie (Art. 9 Abs. 3 GG), Mitbestimmung und Kartellrecht (GWB). Historisch knüpft sie an Eucken und Erhard an und setzt auf staatliche Rahmensetzung statt zentraler Planlenkung. Damit unterscheidet sie sich grundlegend von einer (gelenkten) Zentral- bzw. Planwirtschaft wie sie in der DDR bestand.

Amtliche Quellen

Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.