291. Warum muss man in Deutschland bei der Steuererklärung aufschreiben, ob man zu einer Kirche gehört oder nicht? Weil …
Antwortmöglichkeiten
Richtige Antwort
es eine Kirchensteuer gibt, die an die Einkommen- und Lohnsteuer geknüpft ist.
Erläuterung
In Deutschland wird die Kirchensteuer von den Finanzbehörden der Länder aufgrund der Kirchensteuergesetze erhoben; Bemessungsgrundlage ist die festgesetzte Einkommen- bzw. Lohnsteuer (typisch 8 % in BY/BW, 9 % sonst). Rechtsgrundlage ist Art. 140 GG i. V. m. Art. 137 Abs. 6 WRV, der Religionsgesellschaften mit Körperschaftsstatus das Steuererhebungsrecht zuerkennt. Die Angabe der Religionszugehörigkeit in der Steuererklärung (bzw. ELStAM) dient ausschließlich der zutreffenden Erhebung; Nichtmitglieder zahlen keine Kirchensteuer, und die Kirche ist nicht für die Steuererklärung verantwortlich. Ein Kirchenaustritt beendet die Steuerpflicht ab dem Folgemonat, vorbehaltlich landesrechtlicher Formvorschriften und Datenschutz.
Amtliche Quellen
Die deutschen Fragen stammen aus dem BAMF-Gesamtfragenkatalog für den Einbürgerungstest und Leben in Deutschland. Erläuterungen sind redaktionelle Lernhilfen; prüfen Sie rechtliche Details in den amtlichen Quellen.